Kerkyra - die Hauptstadt der Ionischen Insel Korfu
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Kerkyra - die Hauptstadt der Ionischen Insel Korfu

Inhaltsverzeichnis

Wissenswertes über Korfu-Stadt

Korfu hat eine interessante Hauptstadt mit kosmopolitischem Flair: Korfu-Stadt, besser bekannt als Kerkyra (oder auch Kerkira).

Die Architektur im historischen Zentrum von Korfu-Stadt spiegelt die multikulturelle Geschichte der Insel und den Einfluss von Italienern, Franzosen und Engländern wider. Auf dem großen und sehenswerten Platz Espianada , der mit seinen zahlreichen und stimmungsvollen Cafes der Mittelpunkt der abendlichen Volta von Griechen und Touristen ist, kann man herrliche Arkaden im französischen Empirestil, einen Kricketplatz aus der Zeit der britischen Herrschaft und malerische Häuser der venezianischen Altstadt nebeneinander erleben. In der weitläufigen, sehr italienisch anmutenden Altstadt, gibt es viele stimmungsvolle Gassen, kleine gemütliche Plätze, Kirchen und Kapellen. Die Atmosphäre ist sehr lebendig – sie wird nicht nur vom Tourismus bestimmt, sondern die Stadt ist auch das beliebte Zentrum für die Bewohnern der gesamten Insel.

Bestimmend für das Stadtbild von Kerkyra sind zwei beeindruckende Festungsbauten, die im 16. Jahrhundert von den Venezianern zum Schutz der Stadt erbaut wurden. Die Alte und Neue Festung bieten spektakuläre Ausblicke auf die gesamte Stadt und den Hafen sowie Möglichkeiten zu Spaziergängen und anschließender Erholung in schön gelegenen Cafes.

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In der Nähe der Alten Festung steht der Palast der Erzengel Michael und Georg, der von den Briten zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Regierungsgebäude englischer Gouverneure gebaut wurde. Heute ist dort das Museum für Asiatische Kunst untergebracht. Von Griechen und Gästen viel besucht wird auch die Kirche des Inselheiligen, des Heiligen Spiridon, mit ihrem markanten Campanile. Sein mumifizierter Leichnam ruht in einem silbernen Sarg, der mehrmals im Jahr bei Prozessionen durch die Straßen von Korfu-Stadt getragen wird.

In der Kirche Panagia Antivouniotissa ist das Museum für byzantinische Kunst untergebracht. Die Ikonen, darunter auch Arbeiten der so genannten Kretischen Schule, sind hier stilvoll und eindrucksvoll ausgestellt. Sehr sehenswert ist auch das Archäologische Museum, das u.a. einen großen Gorgonenfries aus dem 6.Jahrhundert vor Christus beherbergt.

Die Stadt Kerkyra hat ein reiches Musikleben, das von der Musikhochschule und den zahlreichen Musikkapellen auf der ganzen Insel geprägt ist. Zu erleben ist dies u.a. bei Konzerten und Festivals, die im Sommer mit einheimischen und internationalen Künstlern in interessantem Ambiente, wie z.B. in der Alten Festung über der Stadt stattfinden.

Kerkyra bietet zahlreiche gastronomische Angebote jeder Art und alle Einkaufsmöglichkeiten einer modernen griechischen Stadt. Ein Besuch in der Hauptstadt von Korfu ist zu jeder Tageszeit lohnenswert, aber der Abend ist im lebendigen und quirligen Kerkyra immer ein besonderes Erlebnis.

Lohnenswerte Ziele gibt es auch in Außenbezirken von Kerkira. In dem neoklassizistischen Schloss Mon Repos, das als Sommerresidenz des englischen Hochkommissars gebaut wurde, ist ein informatives Museum mit Funden aus der Paleopolis untergebracht. Auch andere historische Dokumente, eine botanische Sammlung und Aquarelle zeugen von der Geschichte der Insel. Mon Repos liegt in einem sehr reizvollen großen Park mit Überresten von Tempeln aus der Antike, eindrucksvollen Baumbeständen und herrlichen Ausblicken. Die Paleopolis – direkt gegenüber dem Eingang von Mon Repos zu finden- ist ein großer Ausgrabungsort mit Ruinen aus klassischer und frühbyzantinischer Zeit. Unweit dieser Orte liegt die Halbinsel Kanoni mit einem Aussichtspunkt, dem Vlachernon-Kloster und der benachbarten Mäuseinsel.

Etwa 9 km südlich der Stadt Kerkyra, beim Dorf Gastouri, ist das Achillion, die meistbesuchte Sehenswürdigkeit von Korfu. Das Schloss wurde für die Kaiserin Elisabeth, bekannt als Sissi, 1892 gebaut. Sie verbrachte oft ihren Urlaub auf der Insel. Später erwarb der deutsche Kaiser Wilhelm II das Sommerschloss. Heute sind der weitläufige Park mit vielen Statuen sowie einige der Wohnräume als Museum geöffnet.